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Dunkle Welten

Musikreviews, Berichte, Gedanken, Meinungen und mehr…

Liebe Konzertbesucher, bitte lasst die Smartphones in den Taschen – ein Appell

Ein wirklich zauberhaftes Konzerterlebnis durfte ich gestern genießen, als in der Reithalle Straße E in Dresden die norwegischen Metal und Folk Urgesteine Ivar Bjørnson und Einar Selvik auftraten. Das Konzert war über alle Zweifel erhaben. Die beiden Musiker vertonten nordische Mythen und Sagen, mal leise, mal brachial und episch.

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Ein letzter Blick zurück zu den Schatten und dann vorwärts ins Licht: Ewigheim – Irrlichter

Ich brauche bei dieser Besprechung der neuen CD Irrlichter keinen Hehl daraus zu machen, dass ihr Urheber, die Gruppe Ewigheim, mir sehr viel bedeutet. Es sind keine leeren Worthülsen, wenn gesagt wird, Ewigheim sei 24/7 geöffnet, ein rettender Anker, mehr ein Gefühl als eine Band. Dennoch könnte das Gesamtwerk dieser seit 20 Jahren (damals war ich zwei Jahre alt) aktiven und eigentlich nur auf ein einziges Thema, nämlich den Tod, ausgerichteten Künstler heterogener kaum sein. Früher geprägt von Zynismus, Verachtung und einer Sprache voller Gewalt, aber auch Schönheit, wurden spätestens mit dem Album Nachruf von 2013 die Melodien eingängiger und die Botschaften klarer. Anstelle von Bosheit und Entschlossenheit trat eine unerschütterliche Melancholie (Wer nicht weiß, wovon ich spreche, der möge sich das Lied Am Meer von eben erwähntem Album anhören). Dennoch hatten Ewigheim ihr charakteristisches Augenzwinkern nicht verloren. Was dann aber 2016 folgte, war ein krasser Sprung. Auf Schlaflieder waren die Texte plötzlich gespickt mit Zweifel und Ungewissheit. Selbst der vorher kaum gebrochene Optimismus trat nur noch selten an die Oberfläche und wich einer nie gesehenen verletzlichen Seite. Nach anfänglicher Skepsis habe ich dieses Album aber einige Zeit nach seinem Erscheinen doch noch sehr zu schätzen gelernt. Nie haben mich die darauf enthaltenen Gedanken ganz losgelassen.

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Reingehört: Peter Heppner – Confessions & Doubts / TanzZwang

Als wäre er nie weg gewesen

Dass Peter Heppner nach sechs Jahren (und schweren Gesundheitlichen Rückschlägen) ein neues Album veröffentlicht, ist ja allein schon eine erfreuliche Tatsache. Dass das neue Werk „Confessions & Doubts“ aber sogar noch einen Begleiter in Form eines weiteren vollwertigen Albums bekommt, dürfte der Traum eines jeden Fans sein. Mit der Fanbox, bestehend aus vier CDs, bekommt man dann gleich zweieinhalb Stunden Musik von dem Mann mit der unverwechselbaren Stimme.

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Review: Dauþuz – Des Zwerges Fluch

Verflucht kurz

Die deutsche Black Metal Formation Dauþuz entführen uns mit ihrem neusten Opus „Des Zwerges Fluch“ wieder tief in die Unterwelt. Wie schon im Vorgänger „Die Grubenmähre“ treten wir eine Reise durch endlose Stollen und finstere Minen an. Ob wir wohl jemals wieder heil herausfinden?

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Review: Saltatio Mortis – Brot und Spiele

Ein schmaler Grat

Drei Jahre hat es nun gedauert, bis das von Fans und Presse frenetisch gefeierte Album „Zirkus Zeitgeist“ von Saltatio Mortis einen Nachfolger bekam. „Brot und Spiele“ ist der Titel des mit Spannung erwarteten neuen Werkes der potenten Spielleute und zeigt gleich auf, dass der erprobte und mit Top-Plazierungen in den Charts belohnte Weg konsequent fortgesetzt wird. Es gab im Vorfeld bereits schon einige Songs zu hören, die von der treuen Anhängerschaft der Band ungewohnt kritisch und teils enttäuscht aufgenommen und kommentiert wurden. Ob sich das Album dennoch lohnt, erfahrt ihr im folgenden Text.

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Reingehört: Versengold – Nacht der Balladen 2018

Zwei Stunden Gänsehaut

In den etwas mehr als zwei Jahren, die diese Seite schon existiert, habe ich noch nie ein Live-Album rezensiert. Das hat natürlich auch gute Gründe, denn grundsätzlich kann eine Tonaufnahme niemals das echte Gefühl einer Liveshow vermitteln und darum habe ich Live-CDs und -DVDs immer eher für Geldverschwendung gehalten. Wenn es aber eine Band zu leisten vermag, einen Konzertmitschnitt zu veröffentlichen, der dennoch unter die Haut geht, dann wohl die in meinen Augen beste Live-Band Deutschlands. Die Rede ist von Versengold, die Anfang 2018 vier ganz besondere Abende mit ihren Fans verbracht haben und uns nun daran teilhaben lassen.

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Review: Obseqvies – The Hours Of My Wake

Wach bleiben!

Im Herzen von Finnland erhebt sich eine neue Macht im Doom Metal. Obseqvies liefern mit ihrem Debüt „The Hours Of My Wake“ eine wahrhaft feine Scheibe ab, die den klassischen Drone Doom in all seiner Kraft und Schwergängigkeit zelebriert. Mehr dazu im folgenden Text.

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Review: Laura Carbone – Empty Sea

Betont Gefühlvoll

Die deutsch-italienische Künstlerin Laura Carbone lieferte kürzlich, gut drei Jahre nach dem gefeierten Vorgänger, endlich eine neue Platte ab. „Empty Sea“ heißt sie und wurde bereits von Fans und Fachpresse euphorisch gefeiert. Diese Reaktionen haben auch mich neugierig gemacht. Neun neue Songs, natürlich alle aus eigener Feder, gibt es zu hören, alle voller Melancholie und Gefühl. Aber ist das Album wirklich so gut, wie alle sagen? Ich habe mir eine Meinung gebildet, die ihr nun lesen könnt.

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Reingehört: Off Limits – Entropia

Mit Zahnrad und Zylinder

Steampunk ist ein Phänomen für sich. Es ist eine unsagbar faszinierende Subkultur, die zahlreiche Anhänger zählt. Dennoch gibt es hierzulande kaum Bands und Festivals, die diese Richtung bedienen. Zumindest deutlich weniger, als beispielsweise die Mittelalterszene, mit der es einige Überschneidungen gibt. Auch ich hatte lange Zeit wenig Berührungspunkte mit klassischem Steampunk. Doch nun ist ein Album bei mir gelandet, das es mir wirklich angetan hat: „Entropia“ von Off Limits.

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