Langatmiges Gedudel

Da surft man nichtsahnend auf dem Portal von „PledgeMusic“ und schon fällt einem ein Projekt ins Auge: „Tripswitch“ wollen ihr neues Album „Vagabond“ veröffentlichen. Aha. Klingt Interessant. Und ich dachte mir so: „…might as well Pledge“.

Kurze Zeit und eine Zahlung von 15€ später hatte ich Post aus Dänemark. Inhalt: Eine schicke Digipack-CD mit hübschem Artwork und dünnem Booklet ohne Texte. Ohne Texte? Das fängt ja gut an. Ich legte die CD also in meinen Player und drückte auf Start.

Elektronische Musik also. Nicht gerade mein Fachgebiet, aber ich bin offen für alles. Das erste Lied „The Way Home“ klingt schonmal garnicht schlecht. Aber moment mal. War da nicht was? Stimmt: Es gibt keinen Gesang. Das komplette Album ist instrumental. Eigentlich garnicht schlecht. Es handelt sich eben um Musik, die man gut im Hintergrund laufen lassen kann. Zum bewussten Hören allerdings, taugt diese Platte eher nicht.

Insgesamt 9 Stücke, die sich über eine Laufzeit von 77(!) Minuten erstrecken, gibt es auf die Ohren. Kein Song unter 8 Minuten. Harte Kost. Aber immerhin bekommt man viel Inhalt für sein Geld.

Leider hilft viel nicht immer viel. Das gesamte Album dudelt so vor sich hin. Ohne erkennbare Höhen oder Tiefen. Es klingt freilich nicht schlecht und vor allem die Abmischung ist ziemlich gut, aber irgendetwas fehlt.

Bleibt mir nur noch zu raten: Genrefans greifen zu. Alle Anderen hören Probe.

Artwork
Das hübsche Artwork. Eine Augenweide!

Die CD und viel mehr gibt es auf Bandcamp.

Und hier noch der obligatorische Link zu Facebook.

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