Wenn der Spaß zu kurz kommt

Deutschlands meiste Band der Welt ist wieder da! Ja, diese chaotische Truppe von Männern jenseits der 50 gibt es immer noch. Knorkator haben mal wieder ein neues Album am Start: „Ich bin der Boss“. Und darum soll es heute gehen:

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Die CD kommt in einem liebevoll gestalteten Mediabook.

Es beginnt mit dem Titelsong „Ich bin der Boss“. Dieser überzeugt mit einem herrlich skurrilen und knorkaturösem Text über einen König mit Porzellan-Nase und einem tollen Twist am Ende. Großartig!

„Kartoffelpüree!/Kartoffelpüree!/Kartoffelpüree!/Kartoffelpüree!“

 

Anschließend haben wir mit „Zähneputzen, Pullern und ab ins Bett“ die erste Singleauskopplung vorliegen. Textlich ebenfalls wunderbar und super zum Mitbrüllen geeignet. Das geht ins Ohr.

„…/Was wollt ihr alten Säcke über 50?/Zähneputzen, Pullern und ab ins Bett!“

 

„Eldorado“ hingegen ist ein rein englisches Stück. Nicht so lustig, aber dafür mit der fantastischen Kopfstimme von Stumpen. Ein guter Rocksong.

„They came 500 years ago/They stole the gold of Mexico/…“

 

Der Song „Dämon“ handelt von einem Dämon. Lustig, oder? Leider ein extrem langweiliges Stück.

„Ein Dämon streift im Wald umher/In seinem Magen liegt ein Stein/…“

 

„Sie kommen“ hat mir da schon besser gefallen. Wieder mit einer schöne Überraschung am Ende.

„Ja, sie kommen in dein Haus/Und sie fassen alles an/…“

 

„Wenn die Kinder artig sind“ eröffnet eine Trilogie mit Songs aus dem Struwelpeter von Heinrich Hoffmann. Sehr gut gebrüllt von Stumpen.

„Bringt es ihnen gut genug/Und ein schönes Bilderbuch“

 

Nun folgt „Die Geschichte vom den schwarzen Buben“. Ein Klassiker erstklassig vertont.

„Es ging spazieren vor dem Tor/Ein kohlpechrabenschwarzer Mohr/…“

 

Abschließend erzählt man uns „Die Geschichte vom Zappel-Philipp„. Leider nicht ganz so mein Fall, aber nicht schlecht.

„Ob der Philipp heute still/wohl bei Tische sitzen will?/…“

 

Der neunte Song namens „Setz dich hin“ wird von Schauspieler Axel Prahl gesungen. Ein ungewöhnlich kritisches Stück. Der Text regt wirklich zum Nachdenken an. Auch der Gesang und die Musik passt hier.

„Ein Mensch alleine ist klug und kultiviert/Die Masse aber dumm und unkoordiniert/…“

 

Das vorletzte Lied „Aha“ ist 15-sekündige Ekstase.

 

Beendet wird das Album mit „Du bist kein Mensch“. Ebenfalls ziemlich ernst, geht es hier doch um die Angewohnheit der menschlichen Rasse, andere Lebewesen als minderwertig zu betrachten.

„Ich hol‘ die Eingeweide raus/Die Muskeln trenn‘ ich von den Knochen/…“ 

 

Als Hidden-Track gibt es noch „Setz dich hin“, gesungen von Stumpen.

 

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Manche Bilder sagen mehr als tausend Worte…

Fazit: Sie können es noch! Zwar zünden nicht alle Songs sofort, aber man merkt mit wie viel Liebe diese CD erschaffen wurde. Das Gesamtbild stimmt, obwohl das Album bei 40 Minuten Länge noch ein bis zwei Lieder mehr hätte vertragen können. Alles in allem ein kurzweiliges und gutes Album.

Sound: 7/10

Texte: 9/10

Konzept: 7/10

Ausstattung: 5/10

Wertung: 7/10 Punkte

 

 Hier seht ihr das Video zur ersten Single:

 

Zu beziehen ist die CD unter anderem bei Amazon.

Knorkator bei Facebook.

Tourdaten auf der Webseite.

 

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