Brückenbauen mit Stil

Konzeptalben gibt es viele. Doch so konsequent wie dieser Künstler gehen nur wenige dabei vor. Die Rede ist von Falkenberg  mit seinem neuen Werk „Menschen auf Brücken“. Falkenberg ist vielen Menschen in Ostdeutschland sicherlich noch als ehemaliger Sänger von Stern Meißen ein Begriff. Mittlerweile ist er in die Top-Liga der Liedermacher aufgestiegen und präsentiert uns nun ein komplettes Album über Brücken.

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Die Texte kann man leider stellenweise kaum lesen.

 

Es beginnt mit dem gesprochenen Intro „Zeitbrücken #01“. Mit eindringlicher Stimme vorgetragen und mit leisen Tönen untermalt, erzeugt es eine schöne Atmosphäre.

Das Titelstück „Menschen auf Brücken“ hat mich erst auf dieses Album aufmerksam gemacht und ist immernoch mein Favorit auf dieser CD. Menschen haben die unterschiedlichsten Verbindungen zu Brücken, und darum geht es hier. Es ist ein wunderbar eingängiger Song, der garantiert ewig im Kopf bleibt. Ein Glanzstück deutscher Liedermacherkunst!

Das nächste Lied heißt „Brücken über’m Meer“ und handelt von Offenheit, Unbeschwertheit und dem Bauen von Brücken. Es hat einen wirklich rührenden Text und ist daher auch wirklich zu empfehlen.

„Zugbrücken“ ist ein Song darüber, die inneren Hürden zu überwinden und das Leben zu genießen. Ein positives Stück Musik, das mich ebenfalls ziemlich mitgenommen hat. Großartig!

Das Lied „Tunnel unter den Brücken“ begeistert mit dem Einsatz von Streichinstrumenten und einer sehr rauen Stimmfarbe von Falkenberg. Der Text ist sehr persönlich und tief, hat mich aber nicht besonders angesprochen.

Nun folgt „Zeitbrücken #02“. Wieder untermalen Piano-Klänge die gesprochen Worte und leiten zum nächsten Lied über.

Weiter geht es mit „Die Leere überbrücken“, einem Lied über die heutige Medienlandschaft und insbesondere das Fernsehen. Sehr humorvoll und eingängig. Schmunzeln musste ich schon, als von einem „Gehirngangbang in der Sitzlandschaft“ die Rede war. Der Song kommt einzig und allein mit Piano und Gesang aus.

Das obligatorische Anti-Kriegslied folgt nun in Form von „Brückenköpfe“. Mit militärischen Anstrich und einem fantastischen Gitarrensolo überzeugt es musikalisch. Viele schöne Metaphern und Bilder machen dieses Stück zu einem absoluten Meisterwerk. Ein wichtiges und gutes Lied!

„Brücken ohne Geländer“ hat mich überhaupt nicht mitgenommen. Den Text fand ich nicht besonders einleuchtend und auch die Musik ist nicht sehr beeindruckend. Schade.

Auch ein Liebeslied darf natürlich nicht fehlen. Wobei es in „Auf leeren Brückenpfeilern“ eher um eine gescheiterte Beziehung geht. Ein ganz nettes Stück, aber auch keine Offenbarung. Hier wirkt das Brückenmotiv wohl am meisten fehl am Platze.

Wie es in einer „Welt ohne Brücken“ aussähe, das beschreibt das gleichnamige Lied. Dieses ist mal wieder ein extrem anrührendes und ruhiges Stück mit einem weiteren meisterhaften Text.

Zuende geht das Album mit „Zeitbrücken #03“, so wie es angefangen hat. Mit tiefgründigen Worten.

 

Fazit: Wer etwas mit Liedermachermusik anfangen kann, sollte unbedingt diese CD kaufen. Ich war sehr überrascht, was man so alles aus einem simplen Thema wie „Brücken“ herausholen kann. Alle Lieder sind großartig instrumentiert und toll gesungen. Ein Album für alle, die noch zuhören können und wollen.

Sound: 8/10

Texte: 9/10

Konzept: 9/10

Ausstattung: 8/10

Wertung: 8,5/10 Punkte

 

Zu kaufen gibt es die CD im Falkenberg-Shop.

Spendiert ihm doch auch mal ein „Gefällt mir“ auf Facebook.

Live-Termine gibt es hier.

 

Hier das grandiose Musikvideo zu „Menschen auf Brücken“:

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