Der Tod geht an die Substanz

Krieg ist immer ein schwieriges Thema. Und besonders in der Musik lässt es sich kaum zufriedenstellend umsetzen. Die ukrainische Death-Metal-Gruppe 1914 befasst sich allerdings durchgehend genau damit. Wie der Name schon vermuten lässt, widmen sie sich mit ihrem ganzen Schaffen dem 1. Weltkrieg. Ein interessantes Konzept. „Eschatology Of War“ (zu deutsch soviel wie: „die Endgültigkeit des Krieges“) heißt die aktuelle Zusammenstellung der Band, von der ich nun einige Eindrücke loswerden möchte.

Stimmungstechnisch trifft die Band voll ins Schwarze. Die Stimmung ist extrem bedrückend, wobei auch der Pathos nicht zu kurz kommt. Krieg ist scheiße und für alle Beteiligten ein hoffnungsloses Unterfangen, das bleibt der Kern der Sache. Der Sound ist sehr martialisch und stellenweise sehr chaotisch. Unterstütz wird dies durch eingearbeitete und passende Soundschnipsel. Man könnte fast daran verzweifeln und genau das ist es, was erreicht werden soll.

Letztendlich kann ich dieser Band und ihrer Musik nichts vorwerfen. Sie setzen ihr Thema passend um, ungeachtet der Tatsache, dass es sicherlich viele Menschen abschrecken wird. Gerade in Zeiten wie diesen sollte man über jeden Froh sein, der die Menschheit daran erinnert, wie grauenvoll der Krieg ist. Das ist die Aufgabe von Künstlern. Danke 1914!

Hier könnt ihr ein Reinhören:

Mehr Musik gibt es auf Bandcamp.

Weitere Infos auf Facebook.

 

 

*Offenlegung: Ich habe die Veröffentlichung vom Künstler kostenfrei zur Verfügung gestellt bekommen*

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