Viel zu sagen ohne Worte

Musiklegende Mike Oldfield ist zurück und beschenkt uns diesmal mit dem quasi- Nachfolger zum 1975 erschinenen Album Ommadawn. Über 40 Jahre später knüpft er an das Konzept dieses Klassikers an und somit heißt das neue Album auch entsprechend Return To Ommadawn. Dieses hat der Altmeister komplett im Alleingang geschrieben, eingespielt und produziert. Das Ganze ist in zwei 20-minütige Teile aufgeteilt, um an das klassische Vinyl-feeling zu erinnern. Das Cover sieht ungewohnt düster aus und enthält viele Fantasy-Elemente. Findet sich das auch im Klangbild wieder?

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Im Begleitheftchen finden sich schöne Fotos von Mr. Oldfield persönlich.

Part I. :

Das Album beginnt mit leisen Flötentönen und man fühlt sich tatsächlich in die Landschaft des Cover-Bildes hineinversetzt. Aber natürlich setzen auch alsbald die Gitarren ein und es erklingen fantastische und wunderliche Melodien. Zwischendurch tritt auch eine keltische Harfe in Erscheinung und führt zu einer fast meditativen Stimmung. Leider braucht das Stück auch recht lange um wirklich in Fahrt zu kommen. Erst nach ca. zehn Minuten kommen martialische Trommeln hinzu und es wird etwas interessanter. Nach weiteren fünf Minuten gibt es nochmal einen Spannungswechsel und das Tempo wird deutlich angezogen, auch gibt es dann ein wunderbares Gitarrensolo. Dieser Teil endet aber abrupt, als wieder die Melodien vom Anfang einsetzen und das Stück somit nahtlos in Teil zwei übergeht.

Part II. :

Dieser Teil gefiel mir etwas besser als der Erste. Zwar ist der Spannungsaufbau ähnlich, aber die Melodien haben mich hier einfach mehr angesprochen. Der Einsatz von Gitarren ist durchdachter und fügt sich besser ins Bild. Das allgemeine Erlebnis ist einfach intensiver und der Klangteppich strukturierter. Letztendlich dürfte das aber auch von den perönlichen Vorlieben ahängen. Lediglich das Ende ist gewöhnungsbedürftig, aber schmälert den Gesamteindruck kaum.

Fazit: Diese musikalische Reise verspricht viele schöne Momente und ein tolles Erlebnis. Man merkt, dass Alles wie aus einem Guß kommt.  Das Covermotiv ist etwas irreführend, da es nie wirklich düster wird. Der Spannungsaufbau ist zwar nicht perfekt, aber Langeweile kommt nie auf. Alle Fans von instrumentaler Musik sollten unbedingt den Kauf dieses Albums in Betracht ziehen und sich verzaubern lassen.

Sound: 8/10

Texte: –

Konzept: 8/10

Ausstattung: 8/10

Wertung: 8/10 Punkte

Hier kann das Album fleißig gekauft werden.

Mike Oldfield auf Facebook.

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