Die Glocke droht Ungemach

Und der Preis für das beste Albumcover 2017 geht an…

…“For Doom the Bell Tolls“ von Dread Sovereign. Dieses Cover hat mir so gut gefallen, dass ich die CD ohne zu zögern gekauft habe, ohne die Band überhaupt zu kennen. Ob ich es mittlerweile bereut habe, verrate ich euch im folgenden Text.

Book
Die Aufmachung ist toll gelungen und fühlt sich sehr hochwertig an.

1) For Doom The Bell Tolls (Intro)

In dieser kurzen Einleitung ist die namensgebende Glocke zu hören und signalisiert dem Hörer, dass nun wohl seine letzte Stunde geschlagen haben mag.

2) Twelve Bells Toll In Salem (For the hanging of Sarah Averill)

Es geht nahtlos in diesen zwölf Minuten langen Brocken über. Dieser trägt die düstere Stimmung noch einige Zeit lang mit, was sowohl dem Sound als auch der schweren Wortwahl zu verdanken ist. Beim Anhören fühlt man sich stellenweise wie auf der eigenen Hinrichtung. Leider wird das Stück am Ende zu schnell und lässt jegliche Schwere und klangliche Tiefe vermissen. Schade.

3) This World Is Doomed

Völlig Absurd wird es dann bei diesem Titel. Ein wirres Klangbild wird mit einem langweiligen Baukasten-Text vereint und lässt jegliche Integrität vermissen. Die nervige Stimme des Sängers tut ihr Übriges.

4) Draped In Sepulchral Fog

Das Stück bildet wieder einen atmosphärischen Übergang zum nächsten Titel. Es mag der Verdacht aufkommen, dass so die Spielzeit künstlich gestreckt wurde.

5) The Spines Of Saturn

Hier passen Tempo und Stimmung wieder zusammen und fügen sich gut ein. Das Lied klingt sehr experimentell und wird dadurch über seine acht Minuten niemals langweilig. Ganz im Gegenteil: Der Spannungsaufbau ist brilliant.

6) Live Like An Angel, Die Like A Devil (Lant/Dunn/Bray)

Dieser Song gefiel mir gut. Umso ernüchternder, dass es sich dabei um eine Coverversion handelt. Und es ist nach ca. 36 Minuten tatsächlich auch der letzte Titel auf der CD.

 

Fazit: Leider hält die Verpackung nicht was sie verspricht. Es fehlt sowohl an Düsternis als auch an Tiefgang. Zudem ist es schon eine Frechheit, ein so kurzes Album zum Vollpreis zu verkaufen. Kurz gesagt: Kauft es oder lasst es. Ich wünsche mir, Letzteres getan zu haben. Zumindest tut dieses Album niemandem weh. Wirklicher Schrott klingt anders.

Sound: 3/10

Texte: 4/10

Konzept: 5/10

Ausstattung: 4/10

Wertung: 4/10 Punkten

 

Die CD ist hier erhältlich.

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Anbei noch eine Hörprobe:

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