Wenig Philosophie, Viel Spaß

Massacre Records gehört schon seit einiger Zeit zu meinen liebsten Labels und zu den ersten Anlaufstellen für düstere und brutale Gitarrenmusik. Künstler wie Eisregen, Ewigheim oder Totenmond bestätigen dies eindrucksvoll. Umso gespannter war ich auf das Erstlingswerk von Bitterfeldt namens „Götzen.Dämmerung“, welches gerade bei Massacre Records erschienen ist. Um eines vorwegzunehmen: Es ist gut. Sogar sehr. Aber der Reihe nach:

IMG_20170325_211533
Die Texte sind alle auch auf Englisch vorhanden. Warum auch nicht?

 

Der Kickoff kommt in Form des neun-minütigen „Nordlicht“. Der Aufbau des Stückes ist spannend und sorgt stets für Abwechslung. Zwar hätte der Gesang etwas weniger kratzig sein können, aber das was gesungen wird ist sehr schön. Der Text ist zwar nicht auf Top-Niveau, aber ich habe schon deutlich schlimmeres gehört. Das wird sich in den kommenden Jahren sicherlich noch gut entwickeln, denn das Potential ist da.

Das überleitende 37-Sekunden Stück heißt „Arktos“.

Dann geht es laut weiter mit „Eines Tages“. Dessen Text hat mich schon deutlich mehr angesprochen als der Erste. Zusammen mit der schönen Instrumentierung und den noch schöneren Melodien heißt das Gänsehautfeeling pur. Eine perfekte Auswahl für die erste Auskopplung. Das Video dazu findet ihr am Ende des Textes.

Das überleitende 41-Sekunden Stück heißt „Anatole“.

Es folgt „Zauberland“. Dieses zeigt, dass es auch immer noch etwas dunkler gehen kann. Die Stimmung des Liedes ist einfach hoffnungslos hoffnungslos. Die schweren Worte tragen dazu bei, wobei es sich hier etwas einfach gemacht wurde. Die Gitarrensounds sind ebenfalls sehr schön

Das überleitende 36-Sekunden Stück heißt „Mesembria“.

Als nächstes begeben wir uns in einen „Fiebertraum“. Passend zum Thema werden auch zwischendurch mal leisere Töne angeschlagen und diese gehören dann auch zu den Besseren in diesem Lied. Auch den Text dieses Stückes möchte ich besonders lobend hervorheben: „Den Kopf voller Bilder/Scherbenhaufen meiner Moral/Verdammtes Zweifeln/Alles ist erschreckend banal.“

Das überleitende 54-Sekunden Stück heißt „Dysis“.

Wieso kommen die besten Stücke immer erst gegen Ende eines Albums? Kann mir eigentlich egal sein, solange sie überhaupt kommen. Jedenfalls ist „Unendlich“, der letzte 10-Minuten-Brocken auf dieser CD, ein sehr gutes Beispiel hierfür. Viel gibt es nicht zu sagen, Text geil, Musik geil, Aufbau geil, Stimmung geil.

Das abschließende 98-Sekunden Stück heißt „Art.Zero“.

Die zwei Stücke „Nocturnus I und  I“ sind nur in der limitierten Version enthalten und bilden eine nette Dreingabe.

 

Fazit: Wo ich die Struktur der einzelnen Songs lobend erwähnt habe, muss ich den Aufbau des Albums leider Kritisieren. 10-Minüter, Überleitung, 10-Minüter, Überleitung, und so weiter. Das ist leider ermüdend. Nichtsdestotrotz sind die Songs stark und das Konzept sehr gut. Es ist toll dass den Songs Raum gegeben wird, sich zu entfalten. Von einem Meisterwerk ist Götzen.Dämmerung zwar noch ein Stück entfernt, aber ich rate trotzdem ausdrücklich zum Kauf dieser CD.

Sound: 7/10

Texte: 7/10

Konzept: 8/10

Ausstattung: 7/10

Wertung: 7,25/10 Punkten

 

Hier könnt ihr den Silberling erwerben…

…und hier mehr über die Band erfahren.

 

Hier noch das Musikvideo:

Advertisements