Harte Kost für dunkle Seelen

Der Begriff der „Neuen deutschen Härte“ ist ja in der Regel sowohl unter Künstlern als auch unter Konsumenten verrufen. Und dennoch gibt es immer noch Künstler, die ihn sich voll Stolz auf die Fahnen schreiben. So auch Eli Van Pike, die so ihr Debütalbum „Welcome to my Dark Side“ bewerben. Als großer Fan von Acts wie Oomph! oder Eisbrecher habe ich es mir sofort voller Interesse angehört.

Ich habe mit diesem Album eine sehr schöne Zeit verbracht. Es ist für meinen Geschmack aber deutlich zu kurz (der Preis ist allerdings auch entsprechend gering). Man muss natürlich ein Fan dieser Musikrichtung sein um es genießen zu können, sonst fühlt man sich schnell vom brachialen Sound und der sprichwörtlichen Härte erschlagen. Wenn man sich darauf einlassen kann, findet man auch sehr feine Melodien vor.

Die deutschen und englischen Texte sind nicht sonderlich innovativ oder beeindruckend, aber das muss auch nicht sein. Die Musik macht Spaß und steht im Vordergrund. Das haben viele NDH-Bands gemein. Die Themen rund um menschliche Abgründe sind halt immer dieselben.

Die Stücke sind abwechslungsreich und so herrscht nie Langeweile und dafür stets düstergute Stimmung. Mein Anspieltipp ist der Song mit dem wunderschönen Titel „Peter, 41“.

Alles in Allem also eine Empfehlung für dieses tolle Erstlingswerk von Eli Van Pike.

 

Dies ist der Trailer zum Album:

Hier geht es zu Bandcamp.

Facebookseite der Band.

 

**Offenlegung: Ich habe die Veröffentlichung vom Label gestellt bekommen.**

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