Horrorkino ohne Bilder

Der Tod aus Thüringen hat ein neues Werk am Start. Die Rede ist natürlich von Eisregen und ihrem neuen Werk „Fleischfilm“. Es handelt sich um ein Konzeptalbum über das „wilde italienische Kino der 70er und frühen 80er Jahre“. Kommen wir also ohne große Vorrede zu den Titeln.

Booklet
Im Booklet findet sich ein schöner Begleittext aber leider keine Lyrics.

Launig geht es los mit „Drei Mütter“. Ein sehr kurzes aber sehr schönes Stück.

Der nun folgende „Hauch des Todes“ regt gar zum Tanzen an. Der Song klingt wie gewohnt nach Tod und Verderben.

Sehr laut wird es bei „Jenseits der Dunkelheit“. Der Refrain ist brachial und zieht den Hörer immer tiefer in den dunkelsten Abgrund.

„Die letzte Reise des Alan Yates“ handelt von Kannibalismus und ist ein sehr ruhiger aber gleichzeitig beunruhigender Song.  Leider ein sehr kurzes Vergnügen.

Das Gegenteil ist bei „Auf den Spuren der Säge“ der Fall. Dieser ist sehr rockig, aber hat mich bedauerlich kalt gelassen. Ich habe das Gefühl, einen solchen Song schon einmal bei Eisregen gehört zu haben.

„Tiefrot“ ist schwergängig und böse. So soll es sein. Dieser Titel wurde bereits vorab veröffentlicht und hat überwiegend positive Reaktionen hervorgerufen.

Eine wunderschöne Geschichte erzählt „Nahe der Friedhofsmauer“. Man kann gar nicht anders, als gebannt zuhören.

Beschwingte Töne stimmt dann der „Menschenfresser“ an. Mir hat dieses Lied nicht besonders zugesagt.

„Syndikat des Schreckens“ steht für einen neuen Stil bei Eisregen. Weniger Gitarren, mehr Elektronik. Ich begrüße es sehr, mich nicht erst durch Meterdicke Gitarrenteppiche kämpfen zu müssen, um an den Gesang zu gelangen.

Das nun Folgende „Im Blutrausch“ ist sehr abwechslungsreich und spannend. Leider stellenweise kaum zu verstehen.

Der reguläre Abschluss des Werkes kommt in Form von „Satan der Rache“. Wieder eine sehr schöne Geschichte und wieder sehr wenige Gitarren.

Der limitierten Erstauflage liegt noch der Titel „Nachts kommt das Delirium“ bei. Es lohnt sich.

 

Was ihr nun seht, ist das Video zu „Tiefrot“:

 

Fazit: Man kann Eisregen mögen oder eben nicht. Letztendlich werden die Fans diese CD sowieso kaufen. Um in die gefährliche Welt von Eisregen einzusteigen gibt es hingegen sicherlich bessere Alben. Mir hat der Vorgänger „Marschmusik“ besser gefallen, aber ich habe auch mit diesem Album eine schöne Zeit verbracht.

Sound: 7/10

Texte: 6/10

Konzept: 8/10

Ausstattung: 7/10

Wertung: 7/10 Punkten

 

Hier kann man die CD kaufen.

Auf Facebook gibt es eine nette Fangruppe.

 

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