10 Jahre Abschied

Dies ist nun also die allerletzte Veröffentlichung von Neurotech. Nach 10 Jahren konstant guter Musik veröffentlicht Multitalent Wulf nun sein letztes Monument unter der Flagge von Neurotech: „The Catalyst“.

Das Album ist in drei Teile mit jeweils drei Songs gegliedert. Aufgrund dieser sinnigen Teilung gehe ich hier nicht Song für Song vor, sondern betrachte jeden Akt für sich.

Act 1 – Enter

Dies ist der Beginn der letzten Reise, das wird in jedem Ton deutlich. Mit nie dagewesener Epik weiß dieser Akt genau die richtige Stimmung zu vermitteln. Wir begleiten die Protagonisten auf einer Suche nach sich selbst und nach dem Sinn. Musikalisch spannend und abwechslungsreich, so soll es sein – grandios!

Act 2 – Adapt

In diesem Teil wird deutlich mehr auf das Innenleben eingegangen. Und das in typischer Neurotech-Manier, soll heißen kryptisch und offen für jegliche Interpretation – muss man mögen. Eines kann man nicht bestreiten: Die Musik ist ungeheuer Gefühlvoll, das kommt hier besonders zur Geltung. Jede Zeile fließt durch Mark und Bein und die komplexen Klangkaskaden unterstützen dies. Das war schon immer eine Stärke dieses Projektes und wird auch im letzten Album würdig zelebriert.

Act 3 – Surrender

Dies ist der Moment, vor dem ich mich so sehr gefürchtet habe – die letzten drei Stücke von Neurotech. Ich möchte nicht Spoilern, aber so viel sei gesagt: der Abschied verläuft weitestgehend ruhig und melancholisch. Die Musik von Neurotech hat mich viele Jahre lang begleitet und es ist ein unbeschreibliches Gefühl zu wissen, das dies nun das Ende ist. Die letzten drei Songs fangen dieses Gefühl perfekt ein.

 

Fazit: Viele Worte kann ich über dieses Album nicht verlieren, nur so viel: Danke für deine Musik, lieber Wulf. Mit diesem Werk hast du dir und uns den Abschied absolut erträglich gestaltet. Ich hoffe, wir werden in Zukunft noch einiges von dir hören. The Catalyst ist als Schlussstrich nicht perfekt, aber würdig und hörenswert.

Sound: 9/10

Texte: 7/10

Konzept: 7/10

Ausstattung: 5/10

Wertung: 7/10 Punkten

 

Hier einige Ausschnitte:

Erhältlich ist das Album bisher nur digital auf Bandcamp als „name your prize“-Download. Ihr könnt also selber entscheiden, was ihr zahlt. Zwar ist 0€ auch eine gültige Eingabe, aber bitte unterstützt den Künstler mit ein paar Euro. Auf der Seite gibt es auch alle anderen Veröffentlichungen zu erwerben.

Außerdem sind alle Werke von Neurotech auch jederzeit auf Youtube abrufbar.

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