Für das gute Gefühl

Nach Jahrzehnten des musikalischen Schaffens gibt es nun das allererste Instrumental-Album vom Ausnahmekünstler Falkenberg aus Halle zu hören. Es ist ein Novum und gleichzeitig eine absolut geniale Fügung. Ich möchte euch verraten, was dieses Album so stark macht.

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Die Aufmachung ist schlicht, aber zweckmäßig.

Ralf Schmidt (so sein bürgerliche Name) ist das, was man wohl gemeinhin einen „Liedermacher“ nennt. Er komponiert, schreibt Texte, spielt Instrumente ein und singt. Dabei heraus kommt großartige Musik die berührt und nachdenklich macht, wie etwa 2016 auf dem grandiosen Album „Menschen auf Brücken“.

Jetzt also ein Album ohne Gesang. Der Künstler lässt die Tasten seines Flügels für sich sprechen. Es entstanden 12 Stücke, die auf diese Scheibe gepresst wurden. Reine Instrumentalmusik über die ganze Dauer eines Albums, ist das nicht langweilig? Mitnichten.

Obwohl das Konzept so simpel ist, entfaltet die Musik eine erstaunliche Komplexität. Dabei bleiben die Titel im Verlauf des Albums immer spannend und abwechslungsreich und haben zeitweise sogar meditativen Charakter. Alles ist stimmig arrangiert und geht fließend ineinander über. Selten fiel es mir so schwer, passende Worte für ein Album zu finden, wie jetzt. Man muss es einfach gehört haben und wird so manche Melodie lange Zeit mit sich tragen.

Fazit: Es ist mutig, heutzutage ein solches Album zu machen. Es ist frei von Zwängen und Konventionen, es will nicht gefallen und imponiert gerade deshalb. Ich habe den größten Respekt vor Falkenberg.

Sound: 8/10

Texte: –

Konzept: 8/10

Ausstattung: 7/10

Wertung: 7,66/10 Punkten

 

Erhältlich ist die CD exklusiv im Falkenberg-Shop.

 

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