Die Unnötigen

Mozart und Madeleine Le Roy schlagen Anfang Dezember ein neues Buch der Unsterblichen auf. Es soll das Konzept des 2015 erschienenen Vorgängers fortführen aber zugleich gesellschaftskritischer und politischer werden. Kann das funktionieren? Nun…

Der Einstieg wird mit dem grandiosen „The Animal’s Blues“ vollzogen. Ein wichtiges Stück über die Rechte von Tieren und die Arroganz des Menschen. Weitere kluge Zeilen folgen dann in „Rubikon“, welches aber viel zu lang ist und musikalisch leider uninspiriert wirkt. Man sehnt sich schon nach dem nächsten Song. „Demokratur“ trägt in seiner Thematik dann allerdings viel zu stark auf und wirkt sehr beliebig. Ich finde das Lied darüber hinaus unreflektiert und einfach nur ärgerlich, aber das dürften viele Leute anders sehen. Meinetwegen. Darauf folgt der Titel „Der Kuss“, der mich ratlos zurück gelassen hat. Deplaziert und unwichtig finde ich ihn. „Amtsapparat“ geht dann zumindest grob in eine Richtung, mit der ich mich anfreunden kann, wenngleich die Botschaft hier auch alles andere als subtil vermittelt wird. Es gleicht einem Holzhammer. Es folgt „Aphorismen“, ein Titel der mich dann doch zum Schmunzeln bringen konnte. Dasselbe gilt für „Schandfleck“, welches auch einen tollen Sound hat. Warum nicht gleich so? Nach einer netten Coverversion von „Ballroom Blitz“ erwartet uns der „Shitty Fake Song“, der im negativen Sinne exakt hält, was sein Titel verspricht. „Fragen“ ist ein Titel, der einigermaßen Spaß macht und mit seinen Melodien schön spielt. Danach kommt eine weitere Coverversion, diesmal von „Light my fire“, bevor „Ich liebe dich nicht nur“ das Album endlich beendet.

Fazit: Sonderlich viel Gutes kann ich über dieses Werk leider nicht sagen. Spannende und wichtige Themen werden mehrheitlich dilettantisch und platt abgehandelt, die Musik ist allenfalls nett und dass Mozart kein besonders guter Sänger ist, weiß er wohl selber. Schade, dass das tolle Vorgängeralbum einen solchen Nachfolger bekommen hat, der das Potential der Reihe verspielt.

Sound: 3

Texte: 3

Konzept: 5

Ausstattung: 7

Wertung: 4,5/10 Punkten

Folgendes ist trotzdem Sehenswert:

 

Kaufen.

Advertisements