Nur noch kalt!

Neuer Winter (endlich!), neues Album von Eisfabrik. Danach kann man wohl mittlerweile seine Uhr stellen. Dabei eine gleichbleibend hohe Qualität zu gewährleisten ist extrem schwer. Darum war ich zugegeben sehr skeptisch, ob der erneute Ausflug in den unerbittlichen Winter den gewohnten Spaß bereitet.

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1) Sein erstes Lied

Mit dieser kleinen thematischen Einführung wird das Album eröffnet. Wir befinden uns am absoluten Tiefpunkt der Temperaturskala, kälter geht es nicht. Ich bin bereit!

2) Shadows

Die schönen Melodien scheinen der Band trotz des hohen Outputs noch nicht auszugehen. Dieses Stück jedenfalls klingt wunderbar, einzigartig und mitreißend. Musikalisch beginnt das Album also genau da, wo Achtzehnhundertunderfroren letztes Jahr aufgehört hat.

3) Soon Enough

Der Titel wirk sehr stringent und direkt, klingt aber leider auch zu vertraut und setzt kaum neue Akzente. An dieser und an vielen anderen Stellen des Albums wirkt es, als seien alle Geschichten über Eis und Schnee schon erzählt. Das wäre sehr schade, auch wenn ich nicht daran glaube.

4) The Choice

Der Refrain ist hier sehr episch und melodisch arrangiert. Live kann ich mir diesen Song sehr schön vorstellen. Zumindest ist er treibend und geht gut nach vorn.

5) Schneemann

Das einzige deutsche Lied auf der CD (abgesehen von Intro und Outro) muss natürlich als Single-Auskopplung herhalten. Eingängig, tanzbar, einfach verständlich. Akzeptiert. Dennoch nicht wirklich schlecht.

6) White Out

Ein langweiliges Stück ohne Höhen und Tiefen. Wirklich schwach und eine echte Enttäuschung an dieser Stelle.

7) Brother

Siehe vorheriger Titel. Schade, dass diese Schwächephase in der Mitte das Werk erheblich trübt.

8) Too Many Miles

Es geht zum Glück wieder Berg auf und das gleich mit einem besonders schönen Song, mit dem sich Eisfabrik wieder von ihrer tanzbar, melodisch und lyrisch besten Seite zeigen.

9) Follow The Light

Selbiges gilt für diesen Titel, der textlich sogar noch mal eine große Portion Pathos drauflegt, dass es eine wahre Freude ist. Stimmungstechnisch das beste Lied dieses Albums.

10) Payback

Ein etwas ungewöhnlicher Titel dieser Band, aber ein verdammt wichtiger, beschäftigt er sich doch mit der dringlichen Thematik Umweltschutz und Klimawandel. Eindrücklich geschildert und schön präsentiert, so muss es sein.

11) Still Alive

Hier haben wir es mit einem eher durchschnittlichen Song zu tun, der dennoch Spaß macht und nie auf die Nerven fällt.

12) No Time for Regret

Jetzt, da es auf das Ende dieses Werkes zugeht, werden wohl noch einmal die Kracher ausgepackt. Dieses Lied ist wirklich sehr spannend und mitreißend. Dazu kommt ein toller Text. Bravo!

13) Sein letztes Lied

Ein wunderschöner Titel voller Bitterkeit, der unbedingt gehört werden sollte.

 

Fazit: Der Startschuss für den Winter ist mit diesem Album gefallen. Möge er bitterkalt und frostig werden. Wer die Kälte nicht scheut, der sollte „Null Kelvin“ unbedingt eine Chance geben, denn auch wenn einzelne Titel keine hohe Qualität bieten, so funktioniert die blitzsauber produzierte Musik besonders in ihrer Gesamtheit hervorragend.

Sound: 8

Texte: 7

Konzept: 9

Ausstattung: 8

Wertung: 8/10 Punkten

 

 

Hier könnt ihr euch den Winter nach Hause bestellen.

Hier gibt es Karten für die anstehende Kaltgebiete-Tour.

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