Schreie der Bitterkeit

Viel schlimmer kann es nicht mehr werden. NONE liefert mit „Life has gone on long enough“ ein Album ab, welches so voller Verzweiflung, (Selbst-)Hass und Hoffnungslosigkeit ist, dass es eigentlich kaum zu ertragen ist. Trotzdem ist es ein außergewöhnlich schönes und unterhaltsames Stück Musik.

Der Titel verrät es schon: Wir haben es hier mit Depressive Suicidal Black Metal in Reinform zu tun. Wenn nichts mehr geht, flüchtet man sich in die Natur und sucht die Einsamkeit. Davon erzählt dieses Album. None äußert hier sein Innerstes und lässt uns an seinen Leiden teilhaben. Das Ganze ist in so grausame Klänge gepackt, dass es eine ungeahnte Intensität erreicht. Qualvolle Schreie, verzerrte Gitarren, die Stille des Walds. Das alles wird zu einem Gesamtkunstwerk gefügt, welches unbedingt am Stück und ohne irgendwelche Nebentätigkeiten (was bei Musik eigentlich generell immer so sein müsste) gehört werden sollte, am besten im Dunkeln und mit einer Flasche Fusel als Begleitung. Die Spielzeit lässt sich ebenfalls sehen. Mehr als 50 Minuten dauert das Vergnügen und ist dabei ohne künstliche Längen oder allzu schwache Passagen

Das Label Hypnotic Dirge Records hat sich für diese Veröffentlichung nicht Lumpen lassen und ein schönes Digipack produziert. Dieses kann auf Bandcamp (Link unten) in verschiedenen Bundles auch mit einem schönen Shirt geordert werden. Das Beste ist aber: Der Download des Albums ist komplett umsonst, der digitale Verkauf basiert nur auf freiwilligen Spenden. Das gilt übrigens auch für alle anderen Releases des Labels.

Damit liefert NONE mal wieder den Beweis dafür ab, dass Traurigkeit wirklich schön sein kann.

Advertisements