Wach bleiben!

Im Herzen von Finnland erhebt sich eine neue Macht im Doom Metal. Obseqvies liefern mit ihrem Debüt „The Hours Of My Wake“ eine wahrhaft feine Scheibe ab, die den klassischen Drone Doom in all seiner Kraft und Schwergängigkeit zelebriert. Mehr dazu im folgenden Text.

Obseqvies sind der neuste Geniestreich von Naturmacht Productions, die mich in der Vergangenheit eher mit ihrem Black Metal begeistert haben. Nun also etwas gänzlich Anderes. Eine ganze Stunde langgezogene Riffs, grausames Geschrei, lärmende Drums und ein unheilvoller Sound, der durch und durch von Dunkelheit geprägt ist.

Aufgeteilt ist das Album in die drei Titel „Soloqvam“, „Dawning“ und „Cold“, wobei ein einzelnes Hören aber wenig sinnvoll erscheint. „The Hours Of My Wake“ sollte unbedingt am Stück genossen werden und dafür braucht man vor allem eines: Geduld. Quälend langsam schleppt sich der Sound dahin. So und nicht anders muss es sein. Manchmal darf und muss Musik auch wehtun.

Dabei gönnt uns das Werk auch hin und wieder eine kleine Ruhepause, wenn Atmosphärische Synths die Stille untermalen. In all seiner Dunkelheit braucht das Album dann auch kaum Worte, um ein tiefes Gefühl von Kälte und Bitterkeit zu erzeugen, wie es wohl nur dieses Genre vermag. Das ist kein schierer Zufall. Der komplette Aufbau des Albums wirkt durchdacht und sorgsam konzipiert. Spitzen sind immer an den richtigen Stellen gesetzt. Es ist beeindruckend, so etwas über ein Debüt sagen zu dürfen.

Fazit: Wem das viele Licht dieses Sommers zu viel wird, der kann sich guten Gewissens in die Finsternis von „The Hours Of My Wake“ zurückziehen. Es ist ein wunderschönes Album voller Emotionen und Tiefgang, wunderbar produziert und bis ins kleinste Detail ausgearbeitet. Bravo!

Sound: 10

Texte: –

Konzept: 9

Ausstattung: 9

Wertung: 9,33/10 Punkten

 

Erhältlich als Download, CD und Vinyl hier:

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