Als wäre er nie weg gewesen

Dass Peter Heppner nach sechs Jahren (und schweren Gesundheitlichen Rückschlägen) ein neues Album veröffentlicht, ist ja allein schon eine erfreuliche Tatsache. Dass das neue Werk „Confessions & Doubts“ aber sogar noch einen Begleiter in Form eines weiteren vollwertigen Albums bekommt, dürfte der Traum eines jeden Fans sein. Mit der Fanbox, bestehend aus vier CDs, bekommt man dann gleich zweieinhalb Stunden Musik von dem Mann mit der unverwechselbaren Stimme.

Es wurde aber nicht wild Material zusammengewürfelt. Vielmehr sind „Confessions & Doubts“ und „TanzZwang“ jeweils als eigenständige und konträre Werke zu verstehen. Während sich Ersteres stark am Vorgänger „My heart of stone“ orientiert und gewohnt gefühlvolle und melancholische Popmusik bietet, enthält Letzteres elf neue Heppner-Songs die von diversen Künstlern und Produzenten in tanzbare Elektropop-Nummern verwandelt wurden. Wie die Originale dazu klingen, kann man auf einer Bonus CD erleben.

Über der ganzen Veröffentlichung schwebt eine schwere Melancholie, die es schwer macht, alles am Stück zu genießen, ohne von Schwermut erdrückt zu werden. Dennoch ist die gesamte Produktion auf einem sehr hohen Niveau und lässt wenig Wünsche offen. Hier merkt man deutlich, dass ein Perfektionist am Werk war. Über Heppners Stimme müssen hier wohl keine weiteren Worte verloren werden.

Textlich ist besonders „Confessions & Doubts“ sehr gelungen, wobei wieder auffällt, wie viel besser die deutschen Texte im Vergleich zu den Englischen gelungen sind.

Besonders erfreut war ich über die erneute Kooperation von Peter Heppner und Kim Sanders, die schon ein Highlight auf „My heart of stone“ war. „You don’t love me“ steht dem in nichts nach. Auch Joachim Witt hat ein Gastspiel auf dieser Platte. „Was bleibt?“ ist der geistige Nachfolger der Flut von 1998 und lässt erneut zwei der größten Stimmen Deutschlands verschmelzen.

 

Zur Fanbox.

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